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Nachrichten 2008

Inhaltsverzeichnis

Bundesweit agierender Taschendieb festgenommen

Südamerikanische Taschendiebe in Frankfurt gefasst

Sondergruppe Taschendiebstahl nimmt 1.000 Taschendieb in Berlin fest

Bei Hilfsbereiten Reisende rund 8000 Euro erbeutet

EC-Karten Kriminalität nimmt weiter zu

 

Bundesweit agierender Taschendieb festgenommen
Mittelfranken. Am 20.03.2008 gelang es der Polizei in Feucht einen überregionalen Taschendieb festzunehmen. Der ca. 40-jährige chilenische Staatsbürger war zusammen mit seiner kubanischen Freundin mit einem Leihfahrzeug unterwegs. Der chilenische Staatsbürger war zuerst auffällig geworden, weil dieser von der Ausländerbehörde Darmstadt zur Abschiebung ausgeschrieben war. Zudem war er nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. In Zusammenarbeit mehrere Behörden konnte festgestellt werde, dass es sich bei dem Chilenen um einen bundesweit gesuchten Taschendieb handelt, der vom Fachkommissariat München in über 20 Fällen auffällig gewesen ist. Der 39-jährige Chilene wurde aufgrund von Fotos, die an Geldausgabeautomaten gefertigt wurden, zweifelsfrei identifiziert. Gegen ihn erging zwischenzeitlich Haftbefehl, seiner 38-jährigen Freundin konnte bislang keine Tatbeteiligung nachgewiesen werden.[ ↑ ]

Südamerikanische Taschendiebe in Frankfurt gefasst
Am Flughafen Frankfurt hat die Sonderkommission drei südamerikanische Taschendiebe auf frischer Tat festgenommen. Den Fahndern waren die drei verdächtigen Personen aufgrund des Verhaltens sofort aufgefallen. Die nachfolgende Observation verlief überaus erfolgreich. In arbeitsteiliger Vorgehensweise gingen die drei professionellen Taschendiebe vor und wurden von den geschulten Fahndern beim Taschendiebstahl beobachtet. Im Laufe der Ermittlungen wird dem 30-35 Jährigen Trio ebenfalls ein Taschendiebstahl vom Vortag zu Last gelegt. Alle Beschuldigten wurden dem Haftrichter vorgeführt. Seitens der Staatsanwaltschaft ergingen Untersuchungshaftbefehle.[ ↑ ]

Sondergruppe Taschendiebstahl nimmt 1.000 Taschendieb in Berlin fest
Seit Aufnahme ihrer Tätigkeit im August 2005 hat die Sondergruppe Taschendiebstahl ihren 1.000 Taschendieb festgenommen. Das Sonderkommissariat des LKA Berlin umfasst ca. 60 geschulte Taschendiebfahnder und Sachbearbeiter. Den Angaben zufolge hat sich die Zahl der angezeigten Taschendiebstahlfälle um 14% verringert.  Der 1.000 Taschendieb ging den Beamten einen Tag zuvor ins Netz. Hierbei versuchte der 17-jährige im Stadtteil Berlin-Kreuzberg seinem Opfer die Geldbörse aus dem Rucksack zu entwenden. Der Taschendieb hatte Pech - er wurde von Zeugen beobachtet und diese verständigten dann die Polizei. Der Dieb wurde festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt.[ ↑ ]

Bei Hilfsbereiten Reisenden rund 8000 Euro erbeutet
Frankfurt. Taschendiebe nutzen die ehrliche Hilfsbereitschaft gleich zweier Touristen aus. Beide Male gingen die professionellen Taschen- und Trickdiebe nach dem gleichen Muster vor. Ein Mittäter lenkt das Opfer ab, indem es ein Handy neben dem ahnungslosen Geschädigten fallen lässt. Im Gegenzug entledigt der "Zieher" dem hilfsbereiten Opfer seine Geldbörse. Im ersten Fall handelte es sich beim Opfer um einen 43- jährigen chinesischen Staatsangehörigen, diesem wurden 4.000 Euro und 800 chinesische Yen entwendet. Ein paar Stunden später schlugen die Taschen- und Trickdiebe erneut zu, diesmal am Frankfurter Hauptbahnhof. Dort hatten sich die Langfinger einen 72-jährigen indischen Staatsangehörigen als Opfer ausgesucht. Auch in diesem Fall ergaunerten sich die Langfinger eine beträchtliche Summe, so wechselten unberechtigter Weise knapp 3.200 Euro und 760 US-Dollar den Besitzer. Eine Sofortfahndung der Polizei verlief negativ.[ ↑ ]

EC-Karten Kriminalität nimmt weiter zu
Trotz aller Bemühungen um mehr Sicherheit im bargeldlosen Zahlungsverfahren nehmen die Betrügereien mit gestohlenen oder gefälschten EC-Karten im Jahr 2007 weiter zu. Von Januar 2007 bis Ende November 2007 wurden nach Erkenntnissen der Frankfurter EURO Kartensysteme GmbH in Deutschland fast 10 400 Karten gefälscht und damit fast doppelt so viele wie im Vor- Jahreszeitraum. Die EURO Kartensysteme ist eine neutrale Einrichtung der deutschen Kreditwirtschaft, die sich unter anderem um das Sicherheitsmanagement für Zahlungskarten kümmert. Die Kriminellen verlagern sich dabei zunehmend auf das Fälschen von EC Karten, weil sie mit diesen Karten im Ausland direkt an Bargeld abheben können, ohne dass es der Eigentümer schnell mitbekommt. Den Gesamtschaden der durch Kartenbetrug und Diebstahl von EC-Karten im Jahr 2006 entstanden ist, wird auf einen zweistelligen Millionenbetrag geschätzt.  Nicht zuletzt durch die Einführung der einheitlichen Notrufnummer 116116 ging der Diebstahl von EC-Karten in diesem Jahr leicht zurück. Dass Verbraucher sich damit schneller gegen missbräuchliche Verwendung geklauter Karten schützen könnten, hätten auch Kriminelle mitbekommen. Bei EURO Kartensysteme wurden bis Ende November 2007 insgesamt 727 Fälle gemeldet, in denen mittels Manipulation an Geldautomaten oder Zahlungsterminals die Kartendaten von Kunden in Deutschland ausgespäht wurden. Im gesamten Vorjahr waren 753 Fälle bekannt geworden, 2005 waren es 502. Somit sei die Zahl der Fälle in diesem Jahr zwar wieder leicht zurückgegangen, doch die Karten und ihre Daten wurden oft gleich mehrfach für kriminelle Geschäfte genutzt, so dass sich die Zahl der Betrugsfälle insgesamt erhöhte. Unter dem Strich zählte EURO Kartensysteme 1141 "Angriffe" auf Geldautomaten.  An 405 manipulierten Geldautomaten in Deutschland spähten Kriminelle in diesem Jahr Kartendaten und Geheimnummer (PIN) von Bankkunden aus. Besonders betroffen: Nordrhein-Westfalen (185 manipulierte Geldautomaten), Baden-Württemberg (47) und Berlin (40). In Hessen wurden 23 Manipulationen festgestellt, nur je 1 in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Die meisten der bundesweit mehr als 50 000 Geldautomaten blieben aber sicher. An die Karten oder die Geheimdaten von Bankkunden gelangten Diebe in jedem zehnten Fall in Kaufhäusern und Geschäften. In Singen (Baden-Württemberg) waren Täter beispielsweise Anfang 2007 mit folgender Masche erfolgreich: Sie schleusten ein umgebautes Kartenlesegerät in ein Fachgeschäft, stahlen damit Daten, erstellten dann Dubletten der Karten und hoben im Ausland Geld ab.[ ↑ ]