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PKS 2014

  • Dienstag, den 03. März 2015 um 09:35 Uhr
  • Aktualisiert Dienstag, den 14. April 2015 um 19:40 Uhr
  • Geschrieben von: Webmaster

Polizeiliche Kriminalstatistik 2014

Nachfolgend werden die polizeilichen Kriminalstatistiken der Bundesländer präsentiert. Die Texte sowie die Grafiken wurden aus den einzelnen Kriminalstatisiken entnommen (siehe Links).

Berlin | Bremen | Niedersachsen | Schleswig-Holstein


Berlin:

PKS Berlin 2014

Die registrierten Fälle von Taschendiebstahl haben gegenüber dem Vorjahr um 11.327 Fälle bzw. 54,5% zugenommen. Im Zehnjahresvergleich ist dies der eindeutig höchste Wert. Bei rund 3.000 Fällen handelt es sich um Nacherfassungen von Taten, die bereits im Vorjahr stattgefunden hatten, aber aufgrund von Bearbeitungsrückständen erst nachträglich erfasst werden konnten. Durch vorgenommene technische Änderungen der Internetwache gibt es keine Erfassungsrückstände mehr. Mit 1.043 Tatverdächtigen konnten wesentlich mehr als im Vorjahr (659 TV) ermitteltet werden. 80,8% der Tatverdächtigen haben eine nichtdeutsche Staatsangehörigkeit. Bei 31,2% (Vorjahr 31,1%) handelt es sich um Rumänen bzw. Rumäninnen. Der Anteil von Kindern und Jugendlichen an allen Tatverdächtigen hat von 17,3% im Vorjahr auf nunmehr 19,4% zugenommen. Als Diebesgut bleiben hochwertige Smartphones mit hohem Wiederverkaufswert beliebte Objekte. Weiterhin sind Touristen bei den Opfern überrepräsentiert. Vor allem nachts sind zudem schlafende und/oder alkoholisierte Fahrgäste des ÖPNV eine bevorzugte Opfergruppe. Vor dem Hintergrund des erheblichen Fallzahlenanstiegs und der geringen Aufklärungsquote im Phänomenbereich Taschendiebstahl werden die konzeptionellen Überlegungen zu repressiven und präventiven Maßnahmen stetig auf Optimierungsmöglichkeiten hin untersucht. Als Problem der bisherigen Präventionsbemühungen wurde erkannt, dass die Zielgruppe durch das alleinige Angebot von Beratungsgesprächen und das Verteilen von Informationsmaterial nicht optimal und nachhaltig erreicht wird, da überwiegend keine persönliche Betroffenheit besteht. Präventionsmaterial wird zwar angenommen, dann aber nicht gelesen und oft sogar zeitnah entsorgt. Um gegenzusteuern wurde das Operative Präventionsprojekt Tasche eingerichtet. Hierbei bringen entsprechend ausgebildete Polizeikräfte Aufkleber auf unachtsam offene Taschen, Jacken etc. von potenziellen Opfern an. Sie machen so auf Tatgelegenheiten für Taschendiebe aufmerksam und erzeugen persönliche Betroffenheit. Die ersten Erfahrungswerte und die Berichterstattung in den Medien zeigen schon jetzt eine überaus positive Resonanz.
 
Festnahmen auf frischer Tat sind weiterhin der erfolgversprechendste Bekämpfungsansatz. Daher werden seit Beginn des Jahres 2014 die Kräfte der Einsatzhundertschaften noch gezielter für die Kriminalitätsbekämpfung und auch für Präventionsmaßnahmen eingesetzt. Dar- über hinaus wurde die operative Bekämpfung des Taschendiebstahls zum Dezember 2014 mit Personal verstärkt, um die Anzahl der Festnahmen auf frischer Tat zu steigern. Im Zusammenhang mit dem Taschendiebstahl ist auch das verwandte Delikt einfacher Diebstahl in/aus Gaststätten, Kantinen, Hotels und Pensionen zu sehen, das zum Teil durch die gleichen Tätergruppen begangen wird. Hierzu ist ebenfalls ein Fallzahlenanstieg festzustellen (5.207 Fälle, +432 Fälle, +9,0%). Darüber hinaus bedient sich dieses Täterklientel weiterer Begehungsweisen, um die potenziellen Opfer abzulenken und zu bestehlen. Dazu zählen die sogenannten „Abdeckertaten“ (durch das Vorhalten eines Stadtplans o. ä. werden die dadurch nicht mehr im Sichtfeld befindlichen liegenden Smartphones und/oder Geldbörsen entwendet) und „Antänzertaten“ (die Täter lenken ihre Opfer durch animierendes Tanzen ab). Diese Phänomene waren im Berichtsjahr häufig zu verzeichnen. Je nach Begehungsweise werden die Fälle als Taschendiebstahl, Trickdiebstahl oder „normaler“ einfacher Diebstahl erfasst.
Quelle / Link: Polizei Berlin

Bremen:
 
In der Hansestadt Bremen (Bremen und Bremerhaven) stieg die Fallzhal nur gering. Die Aufklärungsquote konnte jedoch um 1,5 Prozent gesteigert werden.
 
Link: www.inneres.bremen.de
 
Niedersachsen:
 
Hannover. Das Landeskriminalamt Niedersachsen hat die Polizeiliche Kriminalstatistik für das Berichtsjahr 2014 veröffentlicht. Im Jahr 2014 wurden 7.436 Fälle Taschendiebstahl angezeigt. Das bedeutet einen Rückgang von 3,21%. Die Aufklärungsquote konnte auf 10,68% (plus 1,38%) gesteigert werden.
 
Anmerkung: Die Grafik ist Copyright by Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. . Die Zahlen basieren auf den Statistilen des LKA Niedersachsen.
 
Schleswig Holstein:
 
Im Jahr 2014 ( 2.6.15) wurden 65 Fälle weniger als im Jahr 2013 (2.680) bekannt. Die Aufklärungsquote liegt bei 6,1%. 
 
 
Anmerkung: Die Tabellen stammen aus der PKS 2014 Schleswig Holstein