• PDF

PKS 2017

  • Samstag, den 03. Februar 2018 um 16:20 Uhr
  • Aktualisiert Mittwoch, den 09. Mai 2018 um 19:26 Uhr
  • Geschrieben von: Webmaster

Polizeiliche Kriminalstatistik 2017 - Deutschland

Deutschland. Insgesamt 127.376 Taschendiebstähle wurden im Jahr 2017 laut Polizeilicher Kriminalstatistik in Deutschland angezeigt, 2016 waren es noch 164.771 Fälle. Die meisten Taschendiebstähle bleiben ungeklärt (Aufklärungsquote 2017: 6,4 Prozent), denn Taschendiebe sind oft professionelle, international reisende Täter, die grenzüberschreitend in ganz Europa aktiv sind. Um zuzuschlagen, machen sich die Diebe insbesondere das Gedränge bei Veranstaltungen, in Geschäften oder öffentlichen Verkehrsmitteln zunutze. Dabei erbeuteten sie im Jahr 2017 41,3 Millionen Euro. Im Jahr zuvor entstand ein wesentlich höherer Schaden von 51,5 Millionen Euro. Quelle: sinsheim-lokal | Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes | 08.05.18

 

 

Polizeiliche Kriminalstatistik 2017

Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik 2017 einzelner Bundesländer in Deutschland

NRW:NRW.

Im Berichtsjahr 2017 wurden insgesamt 41.178 Taschendiebstähle angezeigt (Minus 19,1 Prozent). Das entspricht dem niedrigsten Stand seit 2010. Die Aufklärungsquote der letzten Jahre lag zwischen 4,7 Prozent (2008) und 6,5 Prozent (2015). Im Berichtsjahr 2017 lag diese bei 5,8 Prozent. Zu den Fällen des Taschendiebstahls konnten insgesamt 2.119 Tatverdächtige ermittelt werden. Der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger lag bei 77,0 Prozent. Weitere Statistiken werden innerhalb der PKS ausgeführt. Quelle: Polizei NRW



Berlin:

Berlin. Nach jahrelangen Zunahmen gab es 2017 einen deutlichen Fallzahlenrückgang um 39,4%. In diesem Zusammenhang ist auch die Entwicklung des einfachen Diebstahls in/aus Gaststätten, Kantinen, Hotels und Pensionen zu sehen, welcher zum Teil durch die gleichen Tatverdächtigengruppen begangen wird und einen Rückgang um 23,8% aufweist. Zum Taschendiebstahl wurden 1.244 Tatverdächtige ermittelt, darunter 1.107 Nichtdeutsche (89,0%). 39,7% aller ermittelten Tatverdächtigen hatten die rumänische Staatsangehörigkeit. Der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger mit Wohnsitz außerhalb der Bundesrepublik Deutschland, ohne festen Wohnsitz oder mit unbekanntem Wohnsitz (sogenannte „reisende Täter“) an allen Tatverdächtigen betrug 66,5%. Der Anteil von Kindern und Jugendlichen an allen Tatverdächtigen betrug 13,5%. Unter den Begriff Taschendiebstahl fallen alle Diebstähle, bei denen der Täter seinem Opfer heimlich Gegenstände aus der am Körper getragenen Kleidung oder unmittelbar am Körper getragenen Behältnissen entwendet. Grundsätzlich halten sich Taschendiebe dort auf, wo viele Menschen zusammen kommen und somit die vom Täter provozierte körperliche Nähe nicht ungewöhnlich scheint. In Berlin gibt es aufgrund zahlreicher Großveranstaltungen viele Tatgelegenheiten. Als Brennpunkte gelten insbesondere die touristisch beliebten Örtlichkeiten sowie Umsteigebahnhöfe und öffentliche Verkehrsmittel. Als Diebesgut bleiben Smartphones mit hohem Wiederverkaufswert beliebte Objekte. Ein Großteil der Tatverdächtigen zeigt ein äußerst professionelles Vorgehen und arbeitet mit unterschiedlichen Begehungsweisen, um die potenziellen Opfer abzulenken und zu bestehlen. Nachdem in den Jahren 2015 und 2016 vermehrt das Phänomen der sogenannten „Antänzertaten“ auftrat, gelang es, im Rahmen täterorientierter Ermittlungen besonders intensiv agierende Tatverdächtige festzustellen und zahlreiche Haftbefehle zu erwirken. Die Folge ist eine Verringerung der Fallzahlen im Berichtsjahr 2017 gegenüber dem Vorjahr von 893 auf 399 Taten (-55,3%).  Neben der Durchführung vielfältiger, lageangepasster präventiver Maßnahmen, wurde der repressive Ansatz im Bereich der qualifizierten Sachbearbeitung grundsätzlich beibehalten. Da es sich bei den vorrangig durch Kräfte der spezialisierten operativen Taschendiebfahndung festgenommenen Personen zum großen Teil um reisende osteuropäische Täter ohne festen Wohnsitz handelte, wurde grundsätzlich eine Einlieferung zur Prüfung der Haftgründe verfügt. Durch intensive Prüfung aller Begleitumstände ließ sich für die beteiligten Tatverdächtigen regelmäßig mindestens eine Gewerbsmäßigkeit – meist auch mit internationalen Bezügen – nachweisen. Dieser Auffassung schloss sich auch die Justiz an, so dass die Haftbefehlsquote deutlich von 66,8% auf 81,9% gesteigert wurde. Dadurch konnten frühzeitig die Begehung bzw. Fortsetzung von Serientaten verhindert, die Strukturen einschlägiger Tatverdächtigengruppierungen nachhaltig gestört und die Tatverdächtigen an einer temporären örtlichen Etablierung gehindert werden.  Quelle: Polizei Berlin | 02.03.18

Hamburg:

Nachdem 2014 und 2015 die Fallzahlen im Bereich des Taschendiebstahls anstiegen, reagierte die Hamburger Polizei mit präventiven und repressiven Maßnahmen. Im Berichtsjahr sanken die Zahlen um 1.729 (-9,4%) auf 16.727 Fälle. Beim Taschendiebstahl besteht grundsätzlich nur eine geringe Aufklärungswahrscheinlichkeit, weil es sich um ein kontaktarmes Delikt handelt und die Geschädigten die Taten oft erst  12 zu einem wesentlich späteren Zeitpunkt bemerken. Dieses macht eine Identifizierung der Täter häufig nicht möglich. Die hohe Fallzahl begründet sich nicht zuletzt dadurch, dass Hamburg aufgrund seiner zahlreichen Großveranstaltungen äußerst attraktiv für Touristen aus der gesamten Welt ist, was eine Vielzahl von Tatgelegenheiten für Taschendiebe zur Folge hat. Dabei liegt über die Hälfte aller Tatorte im Bezirk Mitte mit seinen anziehenden Veranstaltungsorten und Einkaufsmöglichkeiten. 2017 gab es in diesem Bezirk jedoch erstmals einen starken Fallzahlenrückgang um 881 (-8,5%) auf 9.509 Fälle. Vor dem Hintergrund der immer noch hohen Fallzahlen im Bereich des Taschendiebstahls wurden in Hamburg-Mitte im Jahr 2017 insgesamt 20 Schwerpunkteinsätze durchgeführt. Zudem fanden vier Präventionsaktionen an unterschiedlichen Örtlichkeiten statt.  Quelle: Polizei Hamburg | Auszug PKS Hamburg 2017 | 02.02.18 

 

Rheinland Pfalz:

Rheinland Pfalz. Die Polizei verzeichnet beim Delikt Taschendiebstahl einen Rückgang von ca. 14,3%. Somit lag die Anzahl der angezeigten Fälle im Berichtsjahr 2017 bei 2.957 Fälle (2016=3.451). Die Polizei RheinlandPfalz verzeichnet im Berichtsjahr 2017 eine Aufklärungsquote von 4,4% (-1,2%). Quelle: Presseportal | 14.03.18

Bremen:

Für das Bundesland Bremen - Taschendiebstahl hat abgenommen. Die Zahl der Fälle ist von 2.938 auf 2.733 zurückgegangen.

 

PKS 2017 Bayern

Bayern. Die Polizeiliche Kriminalstatistik der Polizei Bayern registrierte im Berichtsjahr 2017 insgesamt 5.504 angezeigte Delikte des Taschendiebstahls. Das entspricht einen Rückgang von 18,5% (Minus 1.252 Fälle). Die Aufklärungsquote 2017 (6,4%) hat sich im Gegensatz zum Vorjahr (5,9%) leicht erhöht.  Quelle: Polizei Bayern | 28.03.2018